Die Bedeutung der Wettkampfverpflegung

Nachdem jetzt auch bei mir der Saisonhöhepunkt mit der Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Port Elizabeth(Südafrika) näher rückt, möchte ich euch hier meine Ernährungsstrategie im Wettkampf vorstellen.

Welche großen Auswirkungen hier schon kleine Fehler haben, möchte ich euch anhand meines torkelnden Zieleinlaufs beim letztjährigen Ironman 70.3 in Vichy zeigen. Ist zwar noch einmal mit der Qualifikation gut gegangen, aber es wäre keine 200 Meter weiter gegangen. Ich war komplett leer.  

  • Fehler 1: Auf der Radstrecke bei der letzten Verpflegungsstation bei Kilometer 60 die neue Radflasche fallen gelassen und deswegen nichts mehr zugeführt
  • Fehler 2: keine Zeit genommen, um Energiedefizit zu Beginn des Laufens auszugleichen 
  • Fehler 3: zu wenig Kohlenhydrate auf der Laufstrecke, weil nur auf isotonische Getränke zurückgegriffen

Fazit: Die Ernährung ist einer der Hauptbausteine der Wettkampfleistung und muss unbedingt vorher im Training unter wettkampfähnlichen Bedingungen getestet und angepasst werden. Vor allem die Empfehlungen der Hersteller mit einer Aufnahmekapazität von maximal 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde, sind meiner Meinung nach sehr defensiv formuliert. Deswegen diese Menge als Anhaltspunkt nehmen und selber austesten, wie viel ihr vertragt.

Bei mir sind dies aktuell:

Radfahren (90 km, Zeit ca. 2h 15 min): 8 Stück Powerbar Powergel gelöst in Wasser in separater Trinkflasche, zusätzlich 2 Liter isotonisches Sportgetränk, Gesamtmenge Kohlenhydrate Rad ca. 270 Gramm oder 120 Gramm pro Stunde

Laufen (21 km, Zeit ca. 1h 25 min): 4 Stück Powerbar Powergel Hydro und alle ca. 1 Liter isotonisches Sportgetränk, Gesamtmenge Kohlenhydrate Lauf ca. 140 Gramm oder 100 Gramm pro Stunde

 

Gesamtmenge (mit Schwimmen): ca. 410 Gramm oder 96,5 Gramm pro Stunde, also über der Empfehlung der Hersteller