10 Watt - eigentlich unbedeutend für die Laufleistung, oder?

Diese Wattzahl zu treten ist eigentlich überhaupt nichts. Es hat etwas mit dem Drehen der Kurbel mit den bloßen Händen zu tun. Bewegen wir uns jedoch im Wettkampf auf längeren Distanzen, so wird diese eigentlich unbedeutende Differenz zum Zünglein an der Waage zwischen beschissener oder guter Laufleistung. Wer auf kürzeren Distanzen unterwegs ist, der braucht sich hier nicht groß beunruhigen zu lassen, zehn Laufkilometer kann man immer irgendwie ordentlich ins Ziel retten.

Doch ich möchte euch hier die Auswirkungen auf die Laufzeiten in der direkten Vorbereitung auf die Deutsche Meisterschaft über die Mitteldistanz in Ingolstadt zeigen.

Einheit eins (letzter Beitrag vom 23. Mai) habe ich bei den Wettkampftempo-Intervallen auf dem Rad im Leistungsbereich zwischen 250 und 270 Watt gefahren. Herausgekommen ist beim Laufen dann folgendes:

Der Lauf war progressiv angelegt, d. h. nach einem lockeren Grundlagenteil sollte alle fünfzehn Minuten eine Steigerung der Herzfrequenz erfolgen. Dabei könnt ihr bei Runde fünf den Einbruch sehen: angepeilt war ein Tempo von 4:00 min/km, herausgekommen ist ein grandioser Einbruch mit einem deutlichen Abfall der Herzfrequenz.

Wichtig ist es, dieses nicht als schlechten Tag zu akzeptieren, sondern die Ursachen herauszufinden. Dies kann einerseits daran liegen, dass man sich ganz einfach falsch von der Leistungsfähigkeit eingeschätzt hat, andererseits können natürlich auch die Pacing-Strategie auf dem Rad und vor allem auch die Ernährung eine Rolle gespielt haben.

Also: Anpassungen bei der nächsten Einheit vornehmen.

Doch was genau habe ich gemacht? Als erstes bin ich den Radpart defensiver mit genau den zehn verdammt wenigen und eigentlich unbedeutenden Watt weniger gefahren, also zwischen 240 und 260 Watt.

Die gewaltige Auswirkung auf das Laufen seht ihr nebenan: die Herzfrequenz ging auch zum Schluss noch nach oben und ich war im Bereich der Schwelle von ca. 163 Schlägen/Minuten in der Lage mein Wettkampf-Tempo von knapp unter 4 Minuten zu laufen.

Fazit: Verpflegungs- und Pacing-Strategie passt.